HOCHZEIT ~ RESTAVECS

Ihre Hochzeitsfotos können Gutes in Haiti bewirken …

Das Projekt

Von den Restavecs, den Kindersklaven Haitis habe ich im Herbst 2008 während einer Reportagereise für Adveniat erfahren. Die Begegnungen mit den Kindern, ihr persönliches Leid und ihre elenden Lebensumstände haben mich zutiefst geschockt.

Hoffnung gab mir das Treffen mit Schwester Marthe Vanrompay und ihren Mitstreitern vom Mouvman Vin Plis Moun. (Kreolisch: Bewegung für eine menschlichere Welt) Die Mitarbeiter des MVM wohnen selbst mitten in den Armenvierteln und nehmen Kontakt zu den Sklavenkindern in ihrer eigenen Nachbarschaft auf. Sie laden sie ein, vorbei zukommen um lesen und schreiben zu lernen. In den Gruppenstunden wird gesungen und gebastelt. Handarbeiten sind Teil einer einfachen Psychotherapie. Kinder, die vom Mouvman betreut leben deutlich besser, als die , die keine Hilfe bekommen. Sie erfahren, trotz ihres schweren Schicksals, Momente unbeschwerter Kindheit. Stark unterernährte Kinder werden gezielt mit Reis, Öl, und Zucker aufgepäppelt. Auch für die „Adoptiveltern“ gibt es Angebote, um so auf Atmosphäre in den Familien einwirken zu können. 40 freiwillige Mitarbeiter kümmern sich in den Gruppen um etwa eintausendfünfhundert Restavecs.

Schon in Haiti habe ich entschieden, diese Organisation zu unterstützen.

Nach dem katastrophalen Beben vom Januar 2010 ist nachhaltige Hilfe für diese Kinder noch nötiger geworden. Restavecs haben keinerlei Lobby und werden unter den kommenden erschwerten Bedingungen in besonders hohem Maße zu leiden haben.

Das Angebot:

Als Fotograf werde ich oft gebeten, Hochzeiten zu fotografieren. Bisher habe ich private Aufträge nicht angenommen. Ich fotografiere für große Unternehmen, Hilfsorganisationen oder Magazine. Ich habe mich entscheiden, dies zu ändern. Wann immer ich die Zeit habe, werde ich Hochzeiten und andere private Aufträge fotografieren und die Honorare an das MVM spenden. So kann ich mit meiner Arbeit – mit dem was ich am liebsten tue und am besten kann – unmittelbar helfen.

Sie können die Kindersklaven von Haiti unterstützen, indem Sie mich beauftragen ihre Hochzeit zu fotografieren. Eine komplette Reportage des Hochzeitstages, von den Vorbereitungen bis zur wilden Party am Abend kostet 2.500 Euro. Sie bekommen alle Bilder, bearbeitet auf DVD. Dazu ein großes gerahmtes Bild als signiertes Unikat. Anregungen finden Sie unter www.martinsteffen.com meiner regulären Seite im Internet.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf: info@martinsteffen.com

Der gesamte Erlös wird gespendet. Adveniat, das Hilfswerk der katholischen Kirche in Lateinamerika ist Partner und übernimmt den sicheren Geldtransfer nach Haiti.

Wer spenden möchte, aber gerade nicht heiratet, kann das natürlich auch:

Spenden bitte an Adveniat, Konto 345 BLZ 360 602 95 bei der Bank im Bistum Essen.

Als Verwendungszweck bitte: „Projekt Restavec, Vanrompay Haiti“ vermerken.

Restavecs

Kindersklaverei – das traurige Geheimnis Haitis.

In Haiti, einem kleinen Karibikland mit etwa 9 Millionen Einwohnern, leben, vorsichtig geschätzt, 230.000 Kinder als Haussklaven bei armen Familien in den Elendsvierteln der großen Städte. Das Phänomen der so genannten „Restavecs“ gibt es in dieser Form nur in Haiti, dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre.

„Restavecs“ – frei übersetzt „Bleib-beis“ – kommen vom Land aus armen, kinderreichen Familien. Im Alter von ca. fünf Jahren werden sie Schleppern, Verwandten oder Nachbarn anvertraut, die sie mit in die Stadt nehmen. Die Familie bekommt dafür kein Geld. Im Gegenteil: Die Eltern sind froh, dass ein leerer Bauch weniger zu füttern ist. Sie hoffen, dass das Kind in Port au Prince oder Cap Haitien Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung hat.

Doch die Realität sieht anders aus: Die Kinder (60 Prozent sind Mädchen) werden in die Elendsviertel der Städte gebracht. Sie müssen vom Brunnen schwere Wassereimer die Berge rauf schleppen,passen auf die Kinder der Familie auf oder putzen die Wellblechhütte etc. Da ihre „Adoptivfamilien“ ebenfalls bitterarm sind und nicht ausreichend zu essen haben, geht der Hunger weiter. Viele dieser Kinder sterben an Unterernährung.

Hinzu kommen die seelischen Grausamkeiten. „Restavecs“ werden als „Petit nègre – kleine Nigger“ tituliert, sie werden geschlagen, oft missbraucht und schlafen auf einem Stück Pappe vor dem Bett, in dem die Familie liegt. Ihre echte Familie sehen die „Restavecs“ nie wieder. Die Meisten können sich nicht mehr an die Gesichter ihrer Eltern erinnern, haben vergessen, wann sie Geburtstag haben und woher sie kommen. Viele der gequälten Kinder laufen weg, werden Prostituierte oder landen in den berüchtigten Straßengangs der Cité Soleil.

Das katastrophale Beben vom Januar 2010 wird die prekäre Situation dieser Kinder dramatisch verschärfen. Restavecs haben keine Eltern, die sich in so schwierigen Zeiten verantwortlich fühlen, keine Lobby in der Politik und schon gar nicht die Kraft, sich selber zu helfen.

Weitere Informationen zum Thema:

Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Restavec

Reportage:
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/die_haussklaven_von_port-au-prince_1.3296692.html

Aktuelle Studie:
http://www.itooamhaiti.org/ht/a/GetDocumentAction/i/13583

Martin Steffen

Martin Steffen, geb. 1967 im Ruhrgebiet, treibt sich schon als Kind gerne in Fotolaboren rum. Er lernt das Fotografieren in Berlin und Paris. Unter anderem als Assistent von Jim Rakete. 1991 gewinnt er den Reinhart-Wolf Preis für junge Fotografen.

Er fotografiert Menschen wo immer er sie trifft, in Vorstandsetagen, in Laboren, auf Fußballplätzen, in Schulen oder in den Elendsvierteln der Entwicklungsländer. Er arbeitet für Unternehmen wie RWE, Evonik oder DWS, für Magazine wie Stern und Playboy oder für Hilfsorganisationen wie Adveniat und die Welthungerhilfe. Dabei geht er gerne nah ran –Voller Respekt, Sympathie und Engagement für die Menschen die er knipst. Steffen ist Mitherausgeber des Internetmagazins „Sinnstiftermag.de“, das sich mit Kirche und Kommunikation beschäftigt. Martin Steffen spricht Spanisch, Französisch und Englisch fließend und lebt mit Familie in Bochum.

www.martinsteffen.com

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Der Klarinettist Patrick Hagen unterstützt mit seinem Projekt ZINK meine Aktion.

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